Arnold auch im Zeitnahmechaos erneut Zweiter

Horb a.N./Mannheim – Am Sonntag den 10.09.2017 fand in Horb am Neckar der letzte Wertungslauf der Saison 2017 zur Alb-Donau-Schwarzwald Meisterschaft statt. Bei kühlem aber trockenem Wetter gingen die Starter der verschiedenen Altersklassen ab 10 Uhr morgens an den Start. Den Anfang machte die Klasse 5 (Jahrgänge 1999-2001). Im Gegensatz zur nordbadischen Meisterschaft, in welcher die Startreihenfolge durch den jeweiligen Meisterschaftsstand festgelegt ist, wird in Württemberg die Startreihenfolge vor den jeweiligen Läufen durch Losen festgelegt. So auch bei den Altersklassen K0 und K1 deren Startzeit auf 11 Uhr festgelegt wurde.

Nach kleineren Problemen bei der Auslosung der Teilnehmer (Mischung von Altersklassen) und einer damit verbundenen Neuauslosung ging es dann mit einer leichten Verzögerung für die kleinsten der K0 an den Start. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl in dieser Altersklasse wurde vom üblichen Modus abgewichen, so dass alle 3. Läufe in einem Rutsch auf einem Kart durchgeführt wurden. Im Anschluß waren dann die etwas älteren Kollegen der Klasse K1 im üblichen Modus an der Reihe. Mit im Starterfeld befanden sich in dieser Gruppe wieder vier Gaststarter, davon drei aus Nordbaden (Junes Sampaio, Robin Böhm und Louis Arnold), sowie Samuel Kettenbach aus der Pfalz.

Die Gaststarter wurden zu einem großen Teil Ihrer Favoritenrolle im ersten Wertungslauf gerecht. So konnte sich Louis Arnold mit einer Zeit von 35,79s zeitweilig an die Spitze setzen, da der pfälzische Meister Kettenbach zwar mit einer traumhaften Zeit von 33,98s in Ziel kam, sich hierbei jedoch einen Pylonenfehler und damit zwei Strafsekunden leistete. Etwas Pech hatte Robin Böhm, welcher ebenfalls mit einer Zeit von 35,31s schneller als sein zukünftiger Mannschaftskollege war, jedoch am Ende des Laufes zwei Pylonenfehler zu verbuchen hatte. Junes Sampaio blieb zwar fehlerfrei, benötigte jedoch 37,10s. Viele der Fahrer klagten nach dem ersten von zwei Läufen über die schwache Lenkansprache der vereinseigenen Karts. Im Gegensatz zu Nordbaden oder der Pfalz stellen in Württemberg die Ortsvereine die Fahrzeuge, nicht der Regionalverein. 

In dieser Konstellation ging es dann für alle Beteiligten in den zweiten Wertungslauf. Samuel Kettenbach lieferte erneut eine starke Zeit von 34,18s – dieses Mal fehlerfrei. Junes Sampaio verbesserte seine Zeit aus dem ersten Lauf auf fehlerfreie 36,12s was am Ende zum fünften Platz führte. Robin Böhm fuhr eine starke fehlerfreie 34,93s und ärgerte sich sichtlich über die Fehler des ersten Laufs ohne welche er auf dem zweiten Platz gelandet wäre. So reichte es am Ende nach einem dritten Platz der Vorwoche in Neustadt am Ende nur zum siebten Platz in Horb am Neckar. Mit Spannung erwarteten die Zuschauer nun den zweiten Wertungslauf des aus dem zwei Stunden entfernten Mannheim angereisten Louis Arnold. Dieser behielt die Nerven insofern, dass er sich auch im zweiten Lauf keinen Fehler leistete, konnte seine Zeit auch auf 35,35s verbessern, musste sich jedoch in der Endabrechnung wie bereits in der Vorwoche dem pfälzischen Meister Kettenbach geschlagen geben. Dennoch war der junge Kartpilot mit seinem zweiten Platz und der Bestätigung des Ergebnisses der Vorwoche zufrieden.

Aufgrund von Problemen mit der Zeitnahme und einer damit verbundenen zweistündigen Verzögerung bei der Bekanntgabe der Ergebnisse waren einige Teilnehmer bereits abgereist, so dass die Spitze des Podests ungewohnterweise bei der Siegerehrung leer blieb. Hintergrund war ein Messfehler bei der Startnummer 6. Dieser Messfehler konnte im laufenden Wettkamp der nachfolgenden Altersgruppe nicht zeitgleich korrigiert werden, so dass alle Teilnehmer das Ende der entsprechenden Läufe abwarten musste. Auch beim Publikum sorgte dieser Sachverhalt für Unruhe, gerade bei Teilnehmern die noch in der Alb-Donau-Schwarzwald Meisterschaft um Platzierungen kämpften.

Am nächsten Sonntag (17.09.2017) geht es nun für die nordbadischen Starter allesamt zur baden-württembergischen Meisterschaft in Bad Bellingen, wo die Zuschauer sicher aufgrund der Leistungsdichte ein spannender Wettkampf um den Titel baden-württembergischer Meister im Jugendkart-Slalom erwarten dürfte.

  (ta)