Louis Arnold siegt bei Nachtlauf

Teilnehmer aus ganz Deutschland zu Gast beim MSC Altenbach

Mannheim/Schriesheim-Altenbach – Der MSC Altenbach e.V. im ADAC lud am Samstag, den 3. November zu seinem zweiten ADAC Jugend-Kartslalom-Nachtlauf auf dem Vereinsgelände im Schriesheimer Ortsteil. Angereist waren rund 80 Teilnehmer um an diesem spektakulären Event zum Saisonabschluß teilzunehmen. Das hervorragende Herbstwetter meinte es an diesem Abend gut mit Zuschauern, Piloten und dem Veranstalter. Die Regensachen konnten somit im Gegensatz zum Vorjahr zu Hause bleiben. Zahlreiche Helfer hatten im Vorfeld mitgewirkt und auch für das leibliche Wohl war dank eines Food Trucks und Getränkeverkauf gesorgt. Wem es zu kühl wurde, der konnte sich in den aufgebauten Zelten während der Veranstaltung aufwärmen. Um den Fahrern die Navigation auf der Strecke zu ermöglichen, wurden die Pylonen auf dem Parcours allesamt mit LED Lichtern beleuchtet. Im Zusammenspiel mit den beleuchteten Karts, davon zur Unterscheidung eines in rot und das andere in blau, bot sich den Besuchern ein phänomenaler Anblick in der nächtlichen Kulisse. Mit dem Start der  22 Teilnehmer der Altersklasse K1, also den jüngsten Fahrern, ging es gegen 18 Uhr  los. Die Piloten erwartete ein generell sehr schneller Parcours und die Zuschauer ein hochklassiges Feld an Startern. Unter Ihnen:
  • der  deutsche Vize-Meister,  nordbadische und südwestdeutsche Meister Volkan Saglam (MSC Walldürn)
  • der baden-württembergische Meister und ADAC Bundesendlaufsieger Louis Arnold (MSC Altenbach)
  • der nordbadische Vizemeister und AVD Bundesendlaufsieger Robin Böhm (MSC Altenbach)
  • der Pfalz-Meister und Vizemeister RLP Noah Schläfer (MSC Schorlenberg)
  • der Hessenmeister und Gewinner des Odenwaldpokals Kian Max Eichmann (AC Bensheim)
Besonders erwähnenswert auch Lea Oszlonyai und Michael Schneider, welche jeweils den Weg aus Nord- bzw. Südbayern auf sich nahmen um am Wettbewerb teilnehmen zu können. 
Der beleuchtete Parcours beim Nachtlauf
Der beleuchtete Parcours beim Nachtlauf
Eröffnet wurde der Wettbewerb, nachdem die Karts durch den MSC Altenbach e.V. warm gefahren waren, durch Mika Leon Beier vom AMC Pforzheim. Erwähnenswert – am Ende beider Durchgänge sollten nur insgesamt drei Fahrer Ihre Wertungsläufe in dieser Altersklasse fehlerfrei absolviert haben – einer davon blieb auch im Trainingslauf fehlerfrei, und wahrte sich eine komplett weiße Weste. Fahrer um Fahrer gingen an den Start – ein erstes besonderes Augenmerk galt Volkan Saglam mit Startnummer 104, welcher mit einer Zeit von 29,79s ein erstes Ausrufezeichen setzte, aufgrund zweier Pylonenfehler aber mit 33,79s in die Wertung ging. Nun warteten die Zuschauer gespannt was der ADAC Bundesendlaufsieger mit Startnummer 110 auf dem Parcours zu bieten hatte. Gut erkennbar an seinem neongelben Helm legte der Pilot des MSC Altenbach e.V. bereits in seinem Trainingslauf die Messlatte gehörig nach oben. Als Arnold mit dem Mach1 Kart des ADAC Nordbaden im Ziel zum stehen kam, stand eine fehlerfreie aber erstmal wertlose 29,16s auf der Zeitanzeige. Nun galt es die Nerven zu behalten und den Schwung mit in den Wertungslauf zu nehmen. Aber auch hier gab sich der 9-jährige Mannheimer souverän – etwas langsamer als im Trainingslauf, jedoch immer noch mit einer starken und fehlerfreien Zeit von 29,31s setzte er sich vorerst an die Spitze des Teilnehmerfeldes.  Auch der mit Nummer 113 gestartete Hessenmeister Eichmann (31,68s +4s) sowie der Pfalz-Meister Schläfer (31,64s +2s) mit Startnummer 116 konnten Arnold im ersten Lauf von Position eins verdrängen. Einen richtig guten Tag erwischte jedoch Robin Böhm, Teamkollege von Louis beim MSC Altenbach. Auch er unterbot in seinem Trainingslauf wie zuvor nur Arnold und Saglam die 30s Marke – das Trio hatte während der Saison bereits die nordbadische Meisterschaft unter sich ausgemacht. Im Trainingslauf addierten sich jedoch auch bei Böhm zwei Strafsekunden. Erneut wurde es spannend – der erste Wertungslauf stand für die Startnummer 120 diesen Abends an. Pfeilschnell und fehlerfrei kam Böhm durch den Parcours, konnte sich aber mit seiner Zeit von 30,26s vorerst nur den zweiten Platz sichern. Gänzlich unbemerkt schlich sich unterdessen Luca Schurr vom AC Helfenstein mit einem fehlerfreien ersten Wertungslauf (32,00s) vorläufig auf Platz 3. Die Top 3 nach Lauf eins: Arnold (29,31), Böhm (30,26) sowie  Schurr (32,00) Ähnlich wie im Fußball steht das Endergebnis in der Regel erst nach der zweiten Halbzeit, im Kart-Slalom also nach dem zweiten Wertungslauf fest. Auch die bisher fehlerfreien Fahrer könnten vom Pylonenpech verfolgt werden oder andere ihr Ergebnis aus dem ersten Lauf erheblich steigern. Daher galt es die eigene Konzentration weiter hoch zu halten um die eigene Chance auf eine gute Platzierung im finalen Klassement zu wahren. Saglam absolvierte seinen zweiten Wertungslauf erstaunlicherweise erneut exakt in 29,79s, allerdings musste er auch in diesem Lauf einen Pylonenfehler hinnehmen. Dennoch stand führ ihn am Ende ein toller 4. Platz – fehlerfrei wäre an diesem Abend Platz zwei möglich gewesen. Nun richteten sich die Augen erneut auf den Führenden nach Durchgang eins: Louis Arnold. An seine Zeit aus dem Trainingslauf kam der baden-württembergische Meister zwar nicht mehr heran, konnte seine Zeit aus Lauf 1 aber nochmal auf eine fehlerfreie 29,22s verbessern und blieb vorerst weiterhin an der Spitze, von der ihn theoretisch nur noch Robin Böhm verdrängen konnte. Kian Eichmann erreichte  am Ende mit 31,96s +4s im zweiten Lauf Platz 10. Der dritte nach Durchgang eins – Luca Schurr –  fiel aufgrund seiner Zeit von 32,34s +4s auf Rang sieben zurück. Noah Schläfer konnte sich in seinem zweiten Lauf steigern und kam fehlerfrei mit 31,57s Sekunden ins Ziel. Zu diesem Zeitpunkt bedeutete dies Rang zwei. Als nächster Favorit machte sich Robin Böhm auf den Weg Louis Arnold von Platz eins zu verdrängen. Er sollte der zweite Fahrer werden, der an diesem Tag in den Wertungsläufen fehlerfrei blieb. Mit einer deutlichen Steigerung seiner Zeit aus Lauf 1 kam Böhm mit 29,95s in Ziel. Auch wenn es am Ende nicht reichte um Arnold von der Spitze zu verdrängen, verwieß er damit Noah Schläfer deutlich mit einem Abstand von 5s auf Rang drei und sicherte sich den zweiten Platz. Damit stand der Sieger in der Altersklasse K1 fest: Louis Arnold. Abschließend beendeten Felix Klemm sowie Robert Saschenbrecker dann mit ihrem zweiten Wertungslauf die Altersklasse. 
Das Podium der Altersklasse K1 - von links nach rechts - Robin Böhm, Louis Arnold, Noah Schläfer
Das Podium der Altersklasse K1 – von links nach rechts – Robin Böhm, Louis Arnold, Noah Schläfer

Die Top 3 der Klasse K1

  1. 58,53s Louis Arnold (MSC Altenbach e.V. im ADAC)
  2. 60,21s Robin Böhm (MSC Altenbach e.V. im ADAC)
  3. 65,21s Noah Schläfer (MSC Schorlenberg e.V im ADAC)
Auch im weiteren Verlauf konnte sich der MSC Altenbach e.V. in den folgenden Altersklassen tolle Platzierungen sichern. Die Top3 der anderen Altersklassen im Überblick:

K2

  1. 59,69s Samuel Linux Kettenbach (AC Maikammer e.V. im ADAC)
  2. 60,21s Elias Frey (MC Haßloch e.V. im ADAC)
  3. 60,97s Leonardo Pereira (MSC Altenbach e.V. im ADAC)

K3

  1. 61,71s Felix Hinzmann (MSC Weingarten e.V. im ADAC)
  2. 62,43s Noel Tarin (AC Maikammer e.V im ADAC)
  3. 63,33s Jeremy Palm (MSC Uchtelfangen e.V. im ADAC)

K4

  1. 57,31s Lucas Welters (MSC Altenbach e.V. im ADAC)
  2. 58,08s Cedric Hör (ASC Wilhelmsfeld e.V. im ADAC)
  3. 60,50s Marcus Müller (AC Bensheim e.V. im ADAC)

K5

  1. 56,55s Denis Krämer (MSC Altenbach e.V. im ADAC)
  2. 57,73s Adrian Mozdzierski (AC Bensheim e.V. im ADAC)
  3. 60,71s Fabio Bertolini (MSC Altenbach e.V. im ADAC)
Die Besucher und Fahrer waren sich am Ende einig, dass sich die Anreise gelohnt, und der MSC Altenbach e.V. mit seinen zahlreichen Helfern unter diesen erschwerten nächtlichen Bedingungen eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. Auch die Rhein-Neckar-Zeitung nahm den Wettbewerb als Anlaß für einen gesonderten Bericht. Wir freuen uns auf den dritten Nachtlauf 2019 – natürlich wieder in Altenbach.
Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 05.11.2018
Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 05.11.2018
  (ta)