DAI Trophy 2019 Ampfing

Feuertaufe abgelegt

Ampfing – Am Wochenende des 30.03.2019 fand im bayerischen Ampfing ein Lauf zur DAI Trophy statt. Die DAI Trophy ist eine Veranstaltung des Rennkartverbands Tirol und wird in drei Ländern ausgetragen. Dieses Jahr findet sie in den Ländern Deutschland, Österreich und Italien statt. Im Rahmen der DAI Trophy stehen verschiedene Teilwettbewerbe zur Verfügung. Der Lauf in Ampfing zählte hierbei unter anderem zum DAI WinterCup 2019 sowie zur DAI Germany 2019. Der zweite Termin der DAI Germany wird am Wochenende des 07.07.2019 als Nachtrennen in ProKart Raceland Wackersdorf durchgeführt werden. In Ampfing wurden die Klassen Bambini, Junior, Senior Open 125, KZ2 sowie KZ2 35+ gefahren. Jede der Klassen war entgegen zum Beispiel dem SAKC nochmals unterteilt, da die einzelnen teilnehmenden Länder teilweise unterschiedliche Spezifikationen für die Motoren der einzelnen Klassen haben. Die meisten Fahrer reisten bereits am Freitagabend an, um den Samstag bei herrlichem Wetter zum Testen zu nutzen. Bereits hier wurden die Unterschiede aufgrund unterschiedlicher Ausstattungen wie Motoren und der verwendeten Reifen deutlich. Der aus Baden-Württemberg angereiste Rennstall Dutt Motorsport ging an diesem Wochenende insgesamt mit drei Piloten an den Start – Louis Arnold, Kiara Henni sowie Timo Kischkat. Nikolas Simic konnte aufgrund der zugezogenen Verletzung beim Test in Wackersdorf an diesem Wochenende nicht an den Start gehen – beim Auftakt des SAKC in Ampfing dürfte er aber wieder dabei sein. Während Timo Kischkat (ADAC KartMasters) und Kiara Henni die Strecke nicht unbekannt ist, waren es für Louis Arnold in der Bambiniklasse nicht nur die ersten Kilometer auf dieser Strecke, sondern auch seine Feuertaufe auf der Rundstrecke. Nach den absolvierten Tests am Samstag, durfte im Anschluß an die Fahrerbesprechung am Sonntagmorgen der jüngste Fahrer des Teams von Laurents Hörr als erster ins freie Training. Aufgrund von Schwierigkeiten mit dem eingesetzen Helm konnte dieses leider nicht vollständig genutzt werden, dennoch war es eine Möglichkeit sich auf das später anstehende Qualifying vorzubereiten.Die beste Rundenzeit lag jedoch fast 3 Sekunden hinter dem schnellsten des freien Trainings, Max Schlichenmeier vom ADAC Hessen-Thüringen.  Auch Kiara Henni sowie Timo Kischkat absolvierten ihre freien Trainings im Anschluss. Zum Qualifiying der Bambinis waren dann auch die Probleme mit dem Helm des Mannheimers behoben. Auch wenn der Abstand auf den Führenden im Qualifying Bernhard Lucas immer noch recht deutlich war konnte er zumindest auf knapp unter zwei Sekunden verkürzt werden. Für das Prefinale am Vormittag bedeutete dies Startplatz 10 – mit den am Vortag erreichten Zeiten wäre vielleicht sogar Startplatz 8 oder besser möglich gewesen. Dennoch konnte man mit dem Ergebnis für das erste echte Rennen zufrieden sein. Für Kiara Henni verlief das Qualifying in ihrer Altersklasse leider weniger erfreulich – aufgrund einer Kollision schied sie vorzeitig aus und konnte verletzungsbedingt leider nicht an den Rennen teilnehmen. Im Gegensatz zu Timo Kischkat – er musste sich im gezeiteten Training nur einem anderen Fahrer geschlagen geben und würde von Platz 2 mit guten Aussichen auf den Sieg ins Rennen gehen. Im Prefinale verschaffte sich Leon Karl bereits in der Formationsrunde der Bambinis einen Vorteil, da er statt seinem eigentlichen Startplatz 12 auf den 9. Platz vorfuhr und von den folgenden Tobias Feeser, Louis Arnold und Sara Rößener nicht mehr rechtzeitig eingeholt werden konnte. Ein erstes Lehrgeld was der Rookie von Dutt Motorsport hier bezahlte. Im Rennverlauf hing Louis Arnold dann lange hinter dem bereits erwähnten Leon Karl fest. In Runde sechs konnte er dann jedoch final an ihm vorbeiziehen, und profitierte in Runde sieben zusätzlich von einem Dreher Tobias Feesers. Feeser lieferte sich daraufhin ein packendes Duell mit Arnold – in der letzten Runde kam es hierbei sogar zu einer Kollision der beiden Kontrahenten, nachdem Feeser sich von Arnold durch eine Unachtsamkeit bereits die 10. Position zurückgeholt hatte. Auch Timo Kischkat ereilte jedoch in seiner Klasse im Tagesverlauf das Pech – er schied in aussichtsreicher Position mit einem technischen Defekt aus – somit war auch für ihn das Rennwochenende beendet und Arnold verblieb als letzter Fahrer des Rennstalls. Im Finale am frühen Nachmittag verpasste der Kartslalom Bundesendlaufsieger den Start etwas und konnte hierbei keine Plätze gut machen, schaffte es aber bis zur ersten Kurve den Rückstand auf den Vorausfahrenden wieder aufzuholen und bereits auf Platz 10 vorzurücken. In Runde sieben musste er dann erneut Platz 10 an Tobias Feeser abgeben. In der letzten Runde gelang es beiden Fahrern dann nochmal eine Position gutzumachen, als sie von Problemen bei Dominik Beller profitierten, welcher daraufhin von Platz 6 auf Platz 12 zurückfiel. Insgesamt bewertete man die Teilnahme an der DAI Trophy als hilfreiche Generalprobe für den SAKC im April. Diverse Schwachstellen an denen noch gearbeitet werden muss, konnten unter Realbedingungen erkannt und jetzt in Angriff genommen werden. Zudem verlief die Rennpremiere von Arnold unfallfrei und der Grundschüler konnte viele Erfahrungen mitnehmen, um weiter an sich zu arbeiten und besser zu werden. Unter dem Strich daher ein gelungenes Wochenende.